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Klarheit ist unsere Pflicht.

„Verständlichkeit ist der Dienst, den wir anderen schulden.“

Klarheit ist Pflicht.

Klarheit ist mein Markenzeichen.

Jule nennt es „Lara-Klarheit“. Andere sagen, ich helfe ihnen, in komplexen Lagen wieder klar zu sehen. Lange war mir nicht bewusst, dass das eine eigene Fähigkeit ist – für mich war das einfach normal.

Seit einem Jahr beschäftige ich mich intensiv mit politischer Kommunikation – um herauszufinden, was wir anders machen müssen, damit sich der Diskurs wieder ins Konstruktive dreht. Auf dieser Suche bin ich wieder auf René Borbonus gestoßen. Sein Buch Klarheit. Der Schlüssel zur besseren Kommunikation hatte ich vor zehn Jahren schon einmal gelesen. Diesmal hat mich eine Aussage anders erwischt als damals:

„Verständlichkeit ist unsere Pflicht.“

Nicht die Kür, auch kein zufälliges Talent. Unsere Pflicht.
Der Dienst, den wir anderen schulden. BÄM!

Das hat nochmal etwas in mir aufgeräumt: Den Glaubenssatz, dass Einfachheit Banalität ist. Und dass es einfach auch manchmal Faulheit (oder Unbewusstheit) ist, wenn wir etwas raushauen und die anderen dann halt gucken müssen, ob sie damit was anfangen können.

Was Borbonus meint, nennen Systemiker:innen so: Kommunikation ist das, was ankommt. Nicht das, was gemeint war. Ein Satz, den ich rauf und runter bete in meiner Beratungsarbeit.

Seit meinem Borbonus-Aufrüttler frage ich mich nun nochmals bewusster vor jedem wichtigen Gespräch: Was ist mein einer Satz – wenn ich nur einen hätte?

Und ich merke: Strategisches Denken und die Übersetzung ins Tun sind zwar meine Stärken. Klarheit herzustellen ist aber vor allem auch immer eine bewusste Entscheidung, Es braucht viel Übung und immer auch eine klare eigene Haltung.

Wie ist das bei euch?

Welcher Glaubenssatz über Klarheit und Einfachheit hat euch geprägt – und stimmt er noch? Was hilft euch, klarer zu werden – ein Buch, ein Mensch, eine Frage?

Und wer ist jemand, der für euch Klarheit verkörpert?

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