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An einem Strang ziehen ist jetzt ne ziemlich gute Idee.

Gestern durfte ich auf der „Sinn | Macht | Gewinn“ Konferenz sprechen – einem Ort, an dem unternehmerischer Gestaltungswille und gesellschaftliche Verantwortung zusammenkommen. Ich habe über etwas gesprochen, das mich seit einem Jahr beschäftigt: die Frage, ob wir als Gesellschaft gerade dabei sind, eine entscheidende Chance zu verpassen – und die Formulierung der Antwort darauf.

Der Auslöser war eine Szene im November 2024, kurz vor der Bundestagswahl. Ich saß mit rund 30 Frauen aus meiner Community an einem langen Tisch. Wir sprachen über Politik, über Verantwortung – und dann sagte jemand: „Wir müssen doch was tun.“

Aber wie? Mit Alltag, Job, ohne Mandat?
Wir haben es trotzdem versucht. Mit überraschender Resonanz. Das Ergbnis der Wahl war trotzdem bitter.

 

Seitdem ist für mich klar: Ich will nicht wieder nichts tun.

Ich habe begonnen, Menschen zu befragen – aus Politik, Verwaltung, Campaigning, Kommunikation. Ich wollte wissen: Gibt es irgendwo eine demokratische Gesamtstrategie?

Die Antwort war ernüchternd. Aber auch ermutigend.

Nein – diese Strategie gibt es nicht. Aber: Alle, mit denen ich sprach, sagten, wir brauchen sie dringend. Und: „Wenn du das anschiebst, bin ich dabei.“

Vielleicht braucht es genau das: Menschen, die losgehen. Ohne Mandat, mit Feuer für die Sache und Hartnäckigkeit. Die sich den Hut aufsetzen.

Ich bin keine Politikerin und vieles andere auch nicht. Aber ich bin Strategin, Netzwerkerin, Macherin. Und ich glaube: Genau solche Fähigkeiten brauchen wir jetzt. Und viele andere.

Superkräfte, die wir alle haben und sofort einsetzen können:

1. Fokus – Das Wichtigste wichtig machen
Sprecht über das, was (euch) wirklich wichtig ist. Nutzt eure Rollen, Teams, Netzwerke. Erteilt euch selbst das Wort. Und konzentriert euch auf gemeinsame Ziele.

2. Sprache – Kommunikation ist, was ankommt
Sagt, WOFÜR ihr steht. Nicht wogegen. Denn: Dagegen sein kostet Energie – dafür sein mobilisiert. Das Gehirn kennt keine Verneinung.

3. Struktur – Chor statt Kopfhörer
Stimmt euch ab. Verstärkt euch gegenseitig. Relevanz entsteht durch Wiederholung.

4. Nutzt eure Rolle – egal, wo ihr steht.
Politik beginnt nicht in Ministerien. Sondern im Alltag.

5. Werdet Teil der Bewegung.
Niemand muss alles wissen oder alles können. Aber wir alle können unseren Teil beitragen.

Wir brauchen keine Held:innen. Wir brauchen Strategie, Fokus und Macher:innen.

Wenn du auch spürst, dass es Zeit ist zu handeln – und nicht weißt wie: Melde dich. Ich hab da ein paar Ideen.

Danke für die Einladung, liebe Ellen Uloth und für die tollen Keynotes von euch, liebe Jule Bosch und Alma Spribille! Es war mir ein Fest, mit euch die Bühne zu teilen! 👏

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